Donnerstag, 20. Dezember 2012

Musikalische Identität


Hallo. Ich steh auf Musik. Schon ziemlich lange. Und geradezu fanatisch würden viele sagen. Also warum "bloggen"? Was zum Teufel soll das? Ich hab schon oft versucht nen Blog zu starten, dass Konzept an sich ist eigentlich wunderbar. Allerdings hatte meine Motivation meist nur ne kurze Halbwertszeit. Also warum "bloggen"? Diesmal geh ich anders an die Sache ran. Nicht nach dem Credo: "Ich muss die und die Richtlinien erfüllen, dass Review zu dem Zeitpunkt herausbringen und vlt. irgendwo ein Interview abstauben und und und.." Diesmal werd ich schreiben wenn ich Bock habe. Wird also eher ein Tagebuch. Wenn ich auf nem Konzert war, sag ich wies war. Wenn ich ne neue Platte höre, sag ich wie ich sie finde. Wenn ich ne neue Band entdecke, sag ich ob sie mir taugt, etc. Es wird also ganz einfach und unkompliziert. Wenn das niemand lesen will, dann schreib ich für mich. Wenn jemand vlt. was cooles entdeckt, darf er das gern behalten. Oder social-networken. Wie derjenige mag.
Also wo fange ich an? Bei meiner musikalischen Identität. Was erwartet den Leser auf dieser Reise?

Ich fang mal an. Meine erste musikalische Erfahrung waren Die Prinzen. Live. Im Nachbardorf. Das war zwar cool, aber irgendwie war mir das schon mit meinen 6/7 Jahren zu dumm. Ich wollte solche Musik nicht hören. Ich hatte auch keine Lust auf elektronische Sachen. Ich war in dem Glauben aufgewachsen, Musik kommt von Instrumenten. Klavier, Gitarre, Schlagzeug und co. Mein Vater brannte mir dann "Opium Fürs Volk" von den Toten Hosen auf CD. Ein Track fehlte und ein paar waren fehlerhaft. Aber es war mein erstes Album.

Das war das erste große Ding. Schnell hatte ich die anderen Alben. Und hey, ich fands super. Die Texte erzählten Geschichten, dass hatte bisher nur meine Oma getan. Aber anstelle von Omas angestaubten Grimm-Märchen gröhlte mir jetzt ein retrospektiv betrachtet fragwürdiger Düsseldorfer Pseudo-Punk nette kleine Anekdoten und Kurzgeschichten ins Ohr. Aber es war toll. JBO kam dazu. Metal, dachte ich. Halt lustig. Wizo hab ich auch gemocht, die hatten ne Menge guter Songs. Ich war so 11 oder 12, als mir das dann doch langweilig wurde. Also bat ich meinen Onkel, der eingefleichter "Metaller" war, um Nachhilfe. Und was bekam ich? Satyricon. Darkthrone. Emperor. Eisregen. Summoning. Enslaved. Cannibal Corpse. Burzum. Morbid Angel. Asphyx. Emminenz. In der zwischenzeit war ich auf meinem ersten Toten Hosen Konzert in der Leipziger Arena. Das war super.

So bewegte ich mich also zwischen Death/Black Metal und Deutschrock. Ein paar Monate später, ich war in zwischen 13, saß ich Abend bei einem Kumpel und schaute MTV. Es lief irgendeine nächtliche Metal-Clips Show. Dann war es soweit. Imperium von Machine Head. 94 Hours von As I Lay Dying. Roots Bloody Roots von Sepultura. Und irgendwas von Megadeth, Metallica und Soulfly. Static-X kam glaub ich auch noch dran. Das packte mich.

Der Rest lief schnell. Die ersten Konzerte waren Hardcore im JUHA. Viele Bands, in den ich sang, Gitarre oder Bass spielte. Erweitertes musikalischen Spektrum. Prog Metal, Stoner, Hip-Hop, Post Rock etc. Aber das is eine andere Geschichte.

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